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Der Philosoph und Staatsmann Thomas Morus (1478 - 1535) schildert in seinem bekanntesten Werk, das gleichzeitig auch das wohl wichtigste historische Traktat des zu Ende gehenden Mittelalters ist, eine in weiter Zukunft liegende ideale Gesellschaft. Mit seinem bekanntesten Werk schafft Morus die Grundlage der Sozialutopien. Die Erstveroffentlichung von "e;Utopia"e; geschieht auf Betreiben des ebenfalls beruhmten Humanisten und personlichen Freundes Erasmus von Rotterdam Anfang des 16. Jahrhunderts. Morus ubt - was zur damaligen Zeit kein geringer Affront ist - Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Verhaltnissen Europas, insbesondere Englands. Gekleidet ist das aufgezeichnete Gedankenspiel Morus' in den Bericht eines Seemanns, der bei den Utopiern, wie die Einwohner dieses Idealstaates genannt werden, gelebt haben soll. Aufgezeigt werden politische Entscheidungsprozesse, Jurisprudenz, Religionsfreiheit, aber auch soziale Verhaltensregeln und Wirtschaftsfragen. "e;Auch die, die vom Christentum nichts wissen wollen, machen trotzdem niemanden abspenstig und lassen jeden, der dazu ubertritt, unbehelligt."e; [Abschnitt "e;Die Religion der Utopier"e;]Das Buch ist so pragend, dass es gleichsam die Gattung der Utopien begrundet. Bedeutende Nachfolger sind "e;A Modern Utopia"e; von H. G. Wells, "e;Ecotopia"e; von Ernest Callenbach und "e;Island"e; von Aldous Huxley. Morus wird nach Intrigen am englischen Konigshof eingekerkert, sein Vermogen eingezogen und am 6. Juli 1535 enthauptet - eine vorangehende Folter hat ihm der Konig Heinrich VIII. erlassen. Null Papier Verlag