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In einem Brief stellte Hans Fallada einmal fest, dass er sofort aufhören müsse, von Berlin zu erzählen . Der Dichter des kleinen Mannes wollte sich mit der deutschen Metropole an der Spree, die in den Goldenen Zwanzigern zur kulturellen Welthauptstadt ausgerufen wurde, nicht mehr literarisch auseinandersetzen. Falladas Vorhaben ist letztendlich gescheitert. Die Großstadt zog ihn in ihren Bann. Der Autor Wolfgang Brylla beschäftigt sich mit der erzählerischen Darstellung Berlins, die in den sogenannten Berliner-Romanen von Fallada vermittelt wird. In den Fokus der narratologisch ausgerichteten Analyse rücken die unterschiedlichsten urbanen Räume, die Fallada in seinen Berlin-Texten in Szene zu setzen weiß. Aus einer erzähltechnischen Perspektive werden folgende erzählte Räume untersucht: Wohn-, Arbeits-, Kriegs-, Verbrecher- und Undergroundräume. Da die Großstadt eines der Hauptthemen der Neuen Sachlichkeit war, wird auch auf die spezifischen neusachlichen Erzählverfahren, die sich mehr oder weniger auf die Filmtechnik bezogen, näher eingegangen. Somit wird der Versuch unternommen, die narrative Heterogenität und Fragmentarität von Falladas Berlin zu erfassen.
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