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Die Anrede mit "Bruder" ist in den Kirchen und christlichen Gemeinschaften nicht mehr gängig. Dietrich Bonhoeffer sprach in seinen Werken "Gemeinsames Leben" und "Nachfolge" noch ganz selbstverständnlich vom "Bruder". In seinen späteren Schriften aber wird unter seinem Anspruch des Gebrauchs einer weltlichen Sprache für den Glauben der Begriff des Bruders immer mehr durch den des "Freundes" ersetzt. Im Widerstand mußte der Bruder auch ein Freund sein. Aus der engen Freundschaft mit Eberhard Bethge, seinem ehemlaigen Schüler in Finkenwalde und späteren Biograph, sind viele theologische Gedanken Bonhoeffers geboren. War er damit auf dem Weg, eine Theologie der Freundschaft zu entwickeln? Können wir von Bonhoeffer, der eine besondere persönliche Begabung zur Beziehungspflege hatte, etwas über die Freundschaft lernen? Was trägt der Gedanke der Bruderschaft und Freundschaft bei Bonhoeffer aus? Das Werk versucht den Weg vom "Bruder" zum "Freund" bei Bonhoeffer nach zu zeichnen und stellt diesen in einen Vergleich mit der Philosophie der Freundschaft bei Aristoteles in der Nikomachischen Ethik.
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