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Der französische Bankier, Kosmopolit und Philanthrop Albert Kahn (1860-1940) gündete 1912 die "Archives de la Planete", eine umfangreiche Foto- und Filmsammlung, die heute 72 000 Autochromen und 183 000 Meter Film umfasst. Der festen Üerzeugung, dass die Kenntnis fremder Kulturen gegenseitigen Respekt befördert, beauftragte Kahn zwischen 1909 und 1932 Fotografen und Filmemacher, über sechzig Länder auf vier Kontinenten zu bereisen, um das alltägliche Leben sowie Kunst, Kultur und Religion der dort lebenden Völker festzuhalten. The Cosmopolitics of Visual Memory: Albert Kahn and the Archives of the Planet bietet erstmals anhand thematischer Schwerpunkte wie Mobilität, Kommunikation oder ethnografischer Aufnahmen einen Einblick in diese faszinierende Sammlung von Bildträgern. Texte von Jay Winter, Paula Amad, Kjetil A. Jakobsen, Trond E. Bjorli, Gilles Baud-Berthier und Trond Lundemo setzen sich unter anderem mit der Rolle der damals neuen Medien bei der Etablierung einer kosmopolitischen und pazifistischen Weltsicht,mit dem Einfluss des Philosophen Henri Bergson auf Albert Kahn sowie den medialen Bedingungen analoger Bildwelten auseinander.