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Im Berlin des 19. Jahrhunderts trat aus dem Umfeld der Gebrüder Humboldt ein junger Mann hervor, der hellwach und neugierig das aktuelle preußische Kunstgeschehen mit den Kunstzentren Europas, vor allem mit Paris, verband: Louis Sachse. An der pulsierenden Schnittstelle von Ökonomie und Malerei war er es, der den modernen Kunsthandel in seiner ganzen Komplexität überhaupt erst erfand - und die Grundlage dafür legte, dass Berlin um 1900 mit Paul Cassirer und Herwarth Walden zur Welthauptstadt des Kunstmarktes werden konnte. Erstmals schildert Anna Ahrens in ihrem Buch die furiose Erfolgsgeschichte dieses Galeristen, Händlers und Verlegers. Sie erzählt von der großen Leidenschaft für die Kunst, die Sachse handelte, und von den Menschen, die er miteinander in Beziehung setzte, von den technischen Innovationen der Drucktechnik, die der Motor seines Aufstieges waren, und von den Künstlern Carl Blechen und Adolph Menzel, deren Förderer und erster Galerist er war. Entstanden ist ein lebendiges europäisches Kulturgeschichtspanorama, ein preußisches Epochenbild.