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Seit der Europäische Gerichtshof die Wettbewerbsregeln des EG-Vertrags auch auf die Versicherungswirtschaft anwendet, sehen sich die Versicherer dem strengen Kartellverbot des Art. 85 Abs. 1 EGV ausgesetzt, während ihnen in den meisten Mitgliedstaaten lange Zeit eine Sonderstellung eingeräumt war. Die Arbeit zeichnet die Entwicklung des europäischen Versicherungskartellrechts nach und untersucht dessen Elemente sowie ihr Verhältnis zu den nationalen Rechtsordnungen. Schwerpunkte sind Analysen der Freistellungspraxis von Kommission und EuGH sowie der Gruppenfreistellungsverordnung Nr. 3932/92. Der Verfasser vertritt die Auffassung, daß das europäische Versicherungskartellrecht die Möglichkeiten privater Wettbewerbsbeschränkung weitgehend begrenzt und die Chance zur Etablierung eines ausgeprägten Leistungswettbewerbs wahrt. Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit denkbarer kartellrechtsrelevanter Verhaltensweisen der Versicherer mit der Gruppenfreistellungsverordnung. Sie wendet sich an Fachleute der Versicherungswirtschaft und an alle, die mit Fragen des europäischen Wettbewerbsrechts und des Versicherungsrechts befaßt sind.