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Seit dem Ende des Kalten Krieges wird die Daseinsberechtigung der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) kritisch hinterfragt. Inzwischen ist die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität zu einem Hauptziel der NATO geworden, wie die Operationen zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias und die Bemühungen zur Drogenbekämpfung im Rahmen der NATO-Mission in Afghanistan zeigen. Im ersten Teil gibt dieses Buch einen detaillierten Überblick über die jüngsten Entwicklungen im Bereich der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und stellt die wichtigsten Elemente der Debatte über die Agenda der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges dar. Im zweiten Teil werden zwei Faktoren bewertet, die das Engagement der NATO im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität erklären. Einerseits analysiert es den Einfluss der NATO-Mitgliedstaaten, die NATO mit der Bekämpfung von Piraterie und Drogenhandel zu beauftragen. Andererseits beleuchtet das Buch die verschwimmende Grenze zwischen innerer und äußerer Sicherheit, die zu einer sich wandelnden Bedrohungswahrnehmung und einer polizeilichen Rolle der NATO führt. Das Buch verdeutlicht die wachsende Bedeutung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität für die internationale Sicherheit und das Militär und liefert eine theoretische Neuerung für die akademische Debatte über Prinzipal-Agent-Beziehungen.