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Ein Recht von Künstlern auf Anerkennung ihrer Urheberschaft und auf Nennung ihres Namens am Kunstwerk gibt es erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit diesen Rechtsansprüchen wird einem zeitlich weit zurückreichenden Bedürfnis künstlerisch schaffender Menschen Rechnung getragen. Bereits in den ersten Handabdrücken auf den bemalten Wänden steinzeitlicher Höhlen wollten gestaltende Menschen ein Zeichen von sich hinterlassen.Signaturen und Inschriften von Künstlern erzählen von Schöpferstolz, Geltungsstreben, Konkurrenzdenken und dem Wunsch, auch für die Nachwelt in Erinnerung zu bleiben. Die Künstler haben über alle sich wandelnden gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen hinweg eine persönliche Beziehung zwischen ihrer Kunstfertigkeit und ihren Kunstwerken beansprucht, und diese wurde ihnen grundsätzlich auch von ihren Auftraggebern und ihrem Publikum zugebilligt, ohne dass dazu ein rechtlicher Zwang oder Druck gegeben war. Ab dem 19. Jahrhundert besiegelt die Künstlersignatur zugleich auch die Authentizität des Kunstwerks als Original in Abgrenzung zu Kopie und Fremdwerk, womit ein weiteres Themenfeld eröffnet ist.Die Leserinnen und Leser erwartet eine unterhaltsame Tour d'Horizon durch die Welt der Künstlerinschriften und Signaturen von der Antike bis in die zeitgenössische Kunst.
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