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Masterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Fachbereich BWL), Veranstaltung: Finance, Accounting, Corporate Law and Taxation, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Diese Arbeit bietet neben den Grundlagen des Risikomanagements im Krankenhaus besonders die aktuell relevanten Herausforderungen, mit denen sich Krankenhausmanager beim Thema Risikomanagement beschäftigen müssen. Dabei werden thesenartige Argumentationen aufgeführt, die von Risikomanagementbeauftragten abgearbeitet werden können. In einem letzten ausführlichen Teil werden Praxisfälle aufgezeigt, bei denen die vorher aufgeführten Herausforderungen exemplarisch dargestellt werden. Für die Praxis eignen sich diese Fälle besonders als Vergleich für das eigene Krankenhaus , Abstract: Risikoorientierte Unternehmensüberwachung im Krankenhaus ist ein hochbrisantes und aktuelles Thema. Noch vor kurzem hatten die Horst-Schmidt-Kliniken durch einen öffentlichen Notkredit der Stadt Wiesbaden die Insolvenz des Klinikums abwenden können. Der Schuldenberg und die Insolvenzgefahr nehmen damit aber weiterhin zu. Im Klinikum Offenbach ist das Risiko der Insolvenz im Jahr 2011 so groß gewesen, dass der Klinikkonzern Vivantes den Betrieb kommissarisch für sechs Monate leiten musste. Zur Besserung der wirtschaftlichen Lage hatte Vivantes dauerhaft zwei tragende Mitarbeiter an das Klinikum Offenbach abgeben müssen. Die vorläufige Spitze des Eisberges bildete eine Meldung über die durch Keime verstorbenen Babys auf der Station für Neonatologie in den Bremer Kliniken. Das wenig später erneute Auftreten der Keime in den Kliniken zeigt die Bedeutung des Umgangs mit Risiken. Klinikkeime sind im heutigen Klinikablauf zu einem enormen Risiko geworden, durch das jährlich zwischen 10.000 und 40.000 Menschen erkranken. Gründe für die aufgeführten Schäden sind unflexible Organisationsstrukturen, starre Hierarchien an Kliniken mit schlechter Kommunikationsstruktur und fehlendes Risikomanagement. Ein weiterer Grund ist die vermehrte Bereitschaft von Patienten, bei einem Behandlungsfehler Strafanzeige zu erstatten. Zudem können auch unüberschaubare Koordinationsmängel zwischen der zunehmenden Vernetzung von ambulanten und stationären Leistungen Auslöser von Risikoschäden sein. Nicht zuletzt ändern der stetig steigende Kostendruck und die Gewinnabsicht von Klinikbetreibern die Rahmenbedingungen im Krankenhaus und erhöhen die Risikoanfälligkeit im Klinikalltag.Zwischen fünf und zehn Prozent aller Krankenhausfälle erleiden einen unerwünschten Verlauf ihrer Genesung während des Krankenhausaufenthaltes. Bei jährlich etwa 16 Millionen Krankenhausfällen entspricht das mindestens 800.000 Fällen. Statistisch gesehen sind lediglich 30 Prozent der Schadensereignisse im Krankenhaus medizinisch bedingt, 70 Prozent dagegen auf schlechte Organisation und Fehlverhalten zurückzuführen. Eine weitere Studie belegt, dass 55 Prozent der fehlerhaften medizinischen Behandlungsergebnisse vermeidbar sind, weil sie organisatorisch leicht zu verhindern wären. [...]
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