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Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Argumenten der modernen Makroökonomik. Insbesondere werden Aspekte der Aggregation bzw. Mikrofundierung, der Wohlfahrtsanalyse, der Rigorosität der Modellierung und der Lucas-Kritik behandelt. Die vorgestellten Ergebnisse stellen die Legitimität und Angemessenheit moderner Makroökonomik grundlegend in Frage und verweisen darauf, dass sich das mikroökonomische Prinzip des individuellen Rationalverhaltens als Qualitätskriterium in der Makroökonomik etablieren konnte, obwohl sich die in diesem Sinne vorgebrachten Argumente im wesentlichen als unhaltbar bzw. nicht zwingend erweisen. Die Entwicklung der modernen Makroökonomik erscheint somit zunehmend unverständlich. Im Anschluss wird eine alternative Perspektive auf die Entwicklung der Makroökonomik seit den 1970er Jahren entworfen. Es wird die These entwickelt, dass ein Schlüssel zum Verständnis dieser Entwicklung in dem Ausgreifen eines formalistisch-axiomatischen Wissenschaftsideals liegt, das der Ökonomik zwar eine "Tieferlegung der Fundamente" und einen "unbedingten Wahrheitsbegriff" versprach, zur Erforschung komplexer Systeme und emergenter Phänomene jedoch ungeeignet ist.
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