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Schenken ist eine uns allen vertraute Praxis. Schenken heißt Macht erwerben, Bindungen initiieren, Hierarchien stabilisieren, Beziehungen steuern u.v.a.m.Berking geht es um die Schenkpraktiken in unserer Gesellschaft im Kontrast zu den Schenkritualen "traditionaler" Gesellschaften. Er zeigt, wie mit der Erfindung des "individuellen Interesses" die sozialen Fäden der Gabenmoral schließlich zerreißen. Dem Reich ökonomischen Zwanges enthoben, hat sich das Schenken einen Teil seines alten Zaubers bewahrt. Wie anders ließen sich soziale Wertschätzung und emotionale Bindungen formvollendeter artikulieren als durch jenes scheinbar un-bedingte Geben und Nehmen. Insofern ist die Geschichte des Schenkens gleichzeitig auch eine Geschichte des Bedeutungswandels des moralischen Vokabulars moderner Gesellschaften. Autor: Helmut Berking studierte Soziologie an der FU Berlin und lehrt jetzt politische Soziologie an der Northwestern University in Evanston, Illinois. Als Mitherausgeber veröffentlichte er zuletzt Avanti dilettanti: Über die Kunst, Experten zu widersprechen. (1992) und Politikertypen in Europa (1994). Interessierte: Soziologen, Ethnologen, Volkskundler, Hersteller von Produkten zum Verschenken und Werbende
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