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Versiert in den Höhen und Tiefen der diversen modernistischen Strategien künstlerischer Selbstdarstellung, ist ULRICH WULFF (*1975) ein Maler von schelmischem Ernst. Und zwar ein ziemlich guter. Insofern besitzen seine Bilder eine theatralische Qualität. Nie kann man sicher sein, ob sie »wirklich performen« oder »Ernsthaftigkeit vorspielen«. Früh wurde die Figur des Clowns ein steter Begleiter - der »ewig Unterschätzte, solange man sein Auftreten mit seinem Wesen verwechselt«. Was er jedoch tatsächlich »vorführt, ist der Weg zur Weisheit«. Der Clown, so Wulff, ist das »ideale Gegenüber«, um die Leinwand zu ordnen und bescheidene Bilder für eine scheinbar unwirtliche und zügellose Gegenwart zu finden. Die Herausgeber Alexandra Tretter und Alexander Linn haben eine gewagte Auswahl getroffen und 60 Bilder aus fast 20 Jahren zusammengetragen: Selbstporträts als Pizzen, Vasen und Atomkraftwerke, Aufwärmübungen, Frauen vor Dönern, letzte Bilder, die eigentlich Neuanfänge sind, Erdnüsse, Überfahrten. Ein eigenwilliger »Realismus für Anfänger und Fortgeschrittene«, in dem Witz und Melancholie stets eins sind.