2 870 785 libros electrónicos en 110 idiomas
¿No le conviene? No hay problema. Puede devolverlo en un plazo de 30 días
No se equivocará con un vale de regalo. El destinatario puede elegir cualquier producto de nuestra oferta.
Política de devolución de 30 días
Dieses Buch untersucht die Herstellung des Körpers im Sprechen von Sportlehrkräften als diskursive Praxis im Kontext intersektionaler Differenzordnungen. Ausgehend von einem poststrukturalistischen Forschungsparadigma basiert die Arbeit auf drei theoretischen Säulen: Erstens werden Diskurs- und Subjektivierungstheorie nach Foucault und Butler herangezogen, um das Zusammenspiel von Macht, Wissen und Subjektivität zu analysieren. Zweitens wird der Körper in seiner Dualität von Körper und Leib theoretisiert: einerseits als Objekt gesellschaftlicher Machtverhältnisse und normierender Diskurse, andererseits als Ort leiblicher Erfahrung, in den sich diese Diskurse subjektiv einschreiben. Drittens werden soziale Differenzordnungen entlang der intersektional verflochtenen Kategorien Geschlecht, Race, Klasse und Body betrachtet, um gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse im Kontext Sportunterricht zu konkretisieren. Methodologisch wird der Sportunterricht als diskursives Feld gefasst, in dem Lehrkräfte über besondere Diskursmächtigkeit verfügen, Körper zu deuten, Differenz zu markieren und soziale Ordnung zu (re-)produzieren. Dabei wird Sportunterricht nicht als neutraler Bildungsraum verstanden, sondern als Ort, an dem Schüler*innen lernen, sich selbst und andere entlang bestimmter Normen körperlich zu begreifen und zu führen. Körperdiskurse erscheinen dabei häufig sprachlos, aber bildmächtig, weshalb neben sprachbasierten auch bildbasierte Methoden zur Anwendung kommen.